Konzept mit sozialpädagogischen Grundsätzen

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Vorwort


Grüezi liebe Eltern,
der Kitastart ihres Kindes steht vor der Tür!


Sie entlassen Ihr Kind wahrscheinlich zum ersten Mal aus Ihrer gewohnten Umgebung und vertrauen es uns für einige Stunden an.

Damit Sie mit einem gutem Gewissen und grosser Zuversicht Ihr Kind in unsere erfahrenen und verlässlichen Hände lassen können, ist es uns ein wichtiges Anliegen Ihnen unser Konzept vorzustellen. 

 

Auch ermöglicht uns die schriftliche Fassung unserer Konzeption, die Ziele unserer Arbeit immer vor Augen zu haben, Schwerpunkte neu zu überdenken und wichtige Veränderungen einzubringen.


Diese Konzeption ist nicht als abgeschlossenes Werk gedacht, sondern sie „lebt“.
Das heisst, sie bleibt offen für neue Ideen und Impulse, kann ergänzt und gegebenenfalls
erweitert werden.

Wir hoffen Sie ein wenig neugierig auf unsere Kita gemacht zu haben und wünschen viel
Spass beim Lesen!

 

 

Ziel unserer Kita


Unser Ziel ist, mit der Kinderkrippe KiBa ein zweites Zuhause für Ihre Kleinen
anbieten zu können, in dem sie sich Tag für Tag wohl fühlen. Wir legen grossen Wert auf
eine individuelle und liebevolle Betreuung, pädagogisch sinnvolle Förderung, klare Regeln
sowie genügend Freiraum für die Entwicklung und Entfaltung der verschiedenen kleinen
Persönlichkeiten.


Wir sind uns bewusst, wie anspruchsvoll es sein kann, Familie und Beruf miteinander zu
verbinden. Deshalb sind wir bestrebt, Sie bestmöglich in der Fürsorge Ihrer Kinder zu
unterstützen und Ihnen die Sicherheit zu geben, dass Ihre Kleinen in guten, erfahrenen
Händen sind, sodass Sie sich während des Tages voll und ganz auf Ihren Beruf
konzentrieren können.


Neben der individuellen Betreuung der Kleinen legen wir grossen Wert auf
gemeinschaftliche Aktivitäten, in denen sie lernen, sich gegenseitig zu respektieren, zu
behaupten und miteinander Spass zu haben. Genauso ist es uns wichtig, dass die Kinder
klare Regeln und Abläufe haben, an denen sie sich orientieren können.
Die kindlichen Bedürfnisse im Kleinkindalter sind insbesondere:
Zuwendung, Zuneigung, Verlässlichkeit, Sicherheit, Geborgenheit und Schutz sowie Wiederholungen und Orientierung an festen Abläufen.

 

 

 

 

 

 

 

 


Was wollen die Kinder von uns?


" Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeig mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es alleine tun.
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger,
vielleicht brauche ich mehr Zeit,
weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir auch Fehler zu,
denn aus ihnen kann ich lernen."
Maria Montessori


Wie können wir Kinderwünsche erfüllen?


Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit umschliesst drei entscheidende
Erfahrungsbereiche, für welche die Kinder im Sinne eines erfolgreichen Starts ins Leben
sensibilisiert werden sollen.


Ich bin ich (Selbstkompetenz)


Jedes Kind soll Vertrauen in die eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten
entwickeln und diese angemessen einschätzen lernen. Auch wenn es Fehler macht oder
seine Fähigkeiten noch entwicklungsfähig sind, wird es von seiner Umgebung angenommen.

 

 
Gemeinsam sind wir stark (Sozialkompetenz)


Wir verstehen unsere Kita als einen Raum, in dem Platz für jedes Kind unabhängig vom
Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität und gesellschaftlicher Stellung ist. Jedes Kind soll
lernen, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Kindern und den Betreuerinnen aufbauen
zu können. Im Umgang mit der Gruppe wird die Fähigkeit entwickelt, eigene Emotionen
und Bedürfnisse mit denjenigen anderer in Bezug zu setzen, eigene Interessen und die
der anderen kennen zu lernen und mit einander abzuwägen. In Konfliktfällen geht es uns

darum, gewaltfreie Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

 

 

 

 

 

 

 


Zeig mir was! (Sachkompetenz)


Sinn der Vielzahl der in der Gruppe unternommenen Aktivitäten ist es, Neugierde und
Spass am Spielen, Lernen und gemeinsamen Erleben zu wecken.

Jedes Kind braucht Raum und Zeit, um seine eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und zu erweitern.

Hierzu gehört die altersgemässe Förderung der Motorik, verbaler wie nonverbaler Kommunikation sowie die Sensibilisierung von Augen, Ohren, Riech-, Schmeck- und Tastsinn.
Der Dialog zwischen Erzieherinnen, Eltern - und Kindern - ist uns wichtig. Zu diesem
gehört unserer Überzeugung nach auch das gelegentliche ehrenamtliche Engagement der

Eltern.

 Wie setzen wir das um?


Es ist sehr schwer etwas in Worte zu fassen, was für das Auge unsichtbar ist!
Aber wir wollen es wenigstens versuchen!
Die Grundlage für unsere Arbeit ist, das ihr Kind sich bei uns wohlfühlt!
Damit dies gelingt gilt für uns, dass wir ihr Kind mit seiner Persönlichkeit und seiner Individualität annehmen und respektieren!
Erst dann können wir mit den verschiedenen Schwerpunkten unserer Einrichtung ansetzen und arbeiten!


Was wir tun


Im Zentrum unserer Arbeit steht das Kind mit seinen Ressourcen, Interessen und seiner
Entwicklung. Wir unterstützen eine gesunde körperliche, psychische und soziale
Entwicklung der Kinder. Die Förderung von Selbstwert, sozialer Kompetenz und
Selbstkompetenz sind zentrale Ziele unserer Betreuungsarbeit und wir stehen Kindern in
Entwicklungskrisen bei. In der Kinderkrippe KiBa gestalten wir abwechslungsreiche und
altersentsprechende Lernfelder.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir fördern
Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen, damit eine gemeinsame und optimale
Entwicklung des Kindes sichergestellt ist. Dabei legen wir viel Wert auf ein positives
soziales Klima innerhalb des Gesamtbetriebes.

 

Pädagogische Grundhaltung

• Bei den Babys übernehmen die ErzieherInnen den Rhythmus von zu Hause
• Die Krippe bietet frisch zubereiteten Gemüse- und Früchtebrei an
• Schoppenpulver und Spezialnahrung sind von den Eltern mitzubringen
• Die individuellen Bedürfnisse bei der Ernährung der Kinder werden nach
  Absprache berücksichtigt (Allergien, Krankheiten)
• Ungesüsste Getränke stehen den Kindern jederzeit zur freien Verfügung
• Verschiedene Religionen und deren Grundsätze werden respektiert


Unsere Schwerpunkte
• Körper, Bewegung, Gesundheit
• Gesunde Ernährung
• Soziale und kultureller Umwelt
• Kommunikation, Sprachen, Bildnerisches Gestalten
• Musik
• Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

Wirkung unseres Krippenhundes

• Naturtage, Spaziergänge und Ausflüge

 • Motopädie /Psychomotorik


Förderliche Rahmenbedingungen sind:


geregelter Tagesablauf, (Essenszeiten, Spieleinheiten, Lernangebote...)
ausreichende Ruhephasen während des Tages
gesunde Raumbedingungen regelmässige Luftzufuhr


Körper, Bewegung und Gesundheit


„Untätigkeit schwächt, Übung stärkt, Überlastung schadet.“
Sebastian Kneipp


Gesundheitserziehung in Kitas geht weit über das Training des Händewaschens und Zähneputzens hinaus.
Sie umfasst vielfältige Bewegungsanregungen, gesunde Ernährung ebenso wie die Sorge und den Einsatz für eine gesunde Umwelt!
Der Kita KiBa ist gerade auch der Bereich Bewegung sehr wichtig und es gibt einenspeziellen Raum, in dem die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen können. (Gumpizimmer)
Hierzu werden angeboten:


- Geräte und Turnmaterialien für Kinder
- Spiele, Tanzangebote
- Naturtage
- Kochtage
- Verschiedene Projekte
- Aktionstage (z.B. Besuch im Zoo…)
- Psychomotorische Bewegungsangebote


Förderbereich Bewegung
• kleine Spiele ohne Gewinner und Verlierer zum Austoben und zur Förderung des  
  Sozialverhaltens

• Bewegungsgeschichten nach Bilderbüchern oder Märchen
• Spielideen mit Kleingeräten und Alltagsmaterialien
• Freies Bewegen
• Bewegungslandschaft
• Übungen zur Entspannung und Sinneswahrnehmung
• Tänze und Bewegungslieder


Gesunde Ernährung
„Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche und nicht durch die Apotheke.“
Sebastian Kneipp


Circa 80 Prozent aller späteren Krankheiten sind im weiteren Sinne ernährungsabhängig.
Das ist Anlass genug, in unserer Einrichtung von Anfang an auf eine gesunde
ausgewogene, möglichst naturbelassene Ernährung in entspannter, angenehmer
Tischatmosphäre zu achten.


Wir orientieren uns an folgenden Punkten:


Frischobst, Gemüse, Kräuter, Sprossen, Vollkorn- und Milchprodukte sind unverzichtbar.
Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser, Saftschorlen und
Kräutertees werden angeboten.


Kinder lieben es, ihre Speisen selbst aktiv zuzubereiten und die Küche als
Experimentierfeld und Kreativraum zu erleben.
Die Kinder erfahren die Herkunft unserer Lebensmittel, wie sie erwirtschaftet werden, wie
man sie aufbereitet und auf was beim Einkauf geachtet werden sollte. Wir erkunden
kindgerecht den Nahrungskreislauf durch entsprechende Bilderbücher oder Besuche beim
Bauern.


Soziale und kulturelle Umwelt


"Kinder brauchen Wurzeln und Flügel!"

(von Goethe)


Bei uns sind Kinder zum ersten Mal in einer grösseren Kindergemeinschaft, wo alle die
gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Das sind die Wurzeln für kindgemässes Erleben
von Demokratie.
Entdecken von Gemeinsamkeiten und Unterschieden, wechselseitiges Anerkennen von
Rechten, eigenständiges Bearbeiten von Konflikten, Ringen um das, was fair und gerecht
ist aber auch das Vermitteln von Werten und Brauchtum unserer Gesellschaft ist ein
wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
Erlebbar ist dies vor allem in der Freispielzeit, wo die Kinder Ort, Partner, Zeit und
Spielmaterial frei wählen können. Hier findet vorwiegend das soziale Lernen statt.
Aber auch bei gezielten Angeboten (Stuhlkreis), Festen (z.B. Weihnachtfest, Sommerfest,
Geburtstagsfeiern), verschiedenen Projekten (z.B. keiner ist zu klein zum Helfen!) und an
Aktionstagen (z.B. Ausflüge) ist das verständnisvolle Miteinander eine Grundlage unserer
Arbeit.


Kommunikation: Sprachen


"Die Grenzen meiner Sprache(n) sind die Grenzen meiner Welt"
(Ludwig Wittgenstein)


Kommunikation durchzieht kindliches Handeln überall und jederzeit.
Das Aufwachsen der Kinder in einer Mediengesellschaft heisst unter anderem, Bilder und
Texte, gesprochene Sprache in hoher Dichte, schneller Abfolge und variierenden
Erscheinungsformen zu erleben. Es heisst auch, frühzeitig von Mehrsprachigkeit umgeben zu sein. Sprachliche Bildungsprozesse herauszufordern, ist daher eine umfassende Aufgabe der pädagogischen Arbeit.


Kommunikative Anreize werden bei uns vielfältig angeboten:


– Gespräche mit einzelnen Kindern oder in der Gruppe
- das eigene Tun sprachlich begleiten
- Rhythmus betonte und musikalische Spiele
- Reime, Verse, Fingerspiele, Geschichten und Bilderbücher vorlesen
- Geschichten erfinden
- Spiele spielen
- Laute und Lautverbindungen differenziert hören
- Verschiedene Sprachen kennen lernen
- Silben hören
- Buchstaben kennen lernen


Bildnerisches Gestalten


"Nichts ist im Verstande, was nicht zuvor in den Sinnen war!"
Emilia Reggio


Bei ihren Versuchen, die Welt kennen- und verstehen zu lernen, beschreiten die Kinder
ganz eigene Wege und greifen hierbei zu den unterschiedlichsten Mitteln. Indem sie
zeichnen, malen, mit plastischen Materialien (Ton, Knete, Sand....) oder mit Wasser und
Papier experimentieren, setzen sie sich mit ihrer Umwelt auseinander, verarbeiten ihre
Erlebnisse und verleihen darüber hinaus ihren Eindrücken neuen Ausdruck.
Die Kinder sollen bei uns erste Materialerfahrungen mit Ton, Schere Stiften, Kleister etc...
verschiedene Gestaltungsformen kennen lernen und ihrer eigenen Ausdrucksmöglichkeiten bewusst werden.


Dabei ist uns wichtig: die Wertschätzung jeder individuellen Ausdrucksform.


Musik

 

Musizieren entwickelt bei Kindern nicht nur Feinheiten des Gehörs und Beherrschung von Stimme oder Instrument, sondern hat Wirkungen auf Geist und Seele des Kindes.

Musik fördert die kindliche Intelligenz und die innere Ausgeglichenheit.
Aus diesem Grund sind bei uns in der Kinderkrippe KiBa musische Angebote wichtig, wobei es uns um die Entfaltung der kindlichen Empfindungs- und Ausdrucksmöglichkeiten geht.

Ein Mittel dazu ist das Singen. Über die Stimme hinaus kann der ganze Körper als Instrument genutzt werden.

Einzelne einfache Instrumente können kennen gelernt werden, um 
                                                                   verschiedene Klänge und die Stille zu erleben.

 
Natur- wissenschaftliche und technische Grunderfahrungen


Mit all seinen Sinnen erschliesst sich das Kind seine Umwelt und es baut darauf erste
naturwissenschaftliche Erfahrungen und weiterführende Fragestellungen auf.


Viele der "Warum"-Fragen des Kindes richten sich auf naturwissenschaftliche und
technische Phänomene. Das Kind nimmt durch Beobachten, Beschreiben, Vergleichen
und Bewerten seine belebte und unbelebte Umwelt wahr. Es streift die Fachdisziplinen der
Biologie, Chemie, Physik und Technik, nach kindgemässer eigener Logik und ganz nach seinem Interesse.

Das Einbeziehen der belebten Welt - der Umgang mit Pflanzen, Menschen und Tieren ist Bestandteil unserer Arbeit.

 

 Naturtage, Spaziergänge und Ausflüge

Für die Kinder hat das Erleben von Natur eine grosse Bedeutung, sie ermöglicht den Kindern verschiedenste Wahrnehmungen und Erlebnisse. Die Natur ist der beste Spielplatz für Kinder jeden Alters.

Durch das nahe gelegene Naturschutzgebiet haben wir die besten Bedingungen für das Erleben und Entdecken der Natur im ursprünglichen und unberührten Zustand. ( 5Min.Fussweg )

Durch Angebote und Aktivitäten im Freien entwickeln die
Kinder ein zunehmendes Naturverständnis und erstes Umweltbewusstsein.
In der Kinderkrippe KiBa werden regelmässig Ausflüge und Besichtigungen unternommen. ( Bauernhöfe, Bienenhäuser, Insektenhäuser, Feuerstellen...)
Das sorgt für Abwechslung und Unterhaltung, weckt und fördert die Neugier und den Entdeckungsdrang.

 

Wirkung unseres Krippenhundes

 

Die positive Wirkung von Tieren auf die kindliche Entwicklung ist seit langem bekannt.

Kinder, die mit Tieren in Kontakt kommen, wachsen emotional gestärkt auf, zeigen eine Vielzahl sozialer Grundfertigkeiten und sind oftmals bei Freunden sehr beliebt.

Nicht jedes Kind hat jedoch das Glück, sein Leben mit einem Tier teilen zu können.

Ziel dabei ist es, den Kindern im spielerischen freudigen Umgang mit den Tieren Respekt und Achtung vor unserem Hund "Momo" zu vermitteln, damit sie dieses Wissen auf Begegnungen mit Hunden im öffentlichen Bereich übertragen können.

Die Kinder lernen im geschützten Bereich Signale unseres Hundes zu deuten und werden selbstsicher im Umgang mit ihm. Gemeinsam mit den Erzieherinnen nehmen die Kinder ihre eigenen Gefühle wie zum Beispiel Freude, Angst, Abneigung und Neugier wahr und akzeptieren diese. Die gemeinsamen Erfahrungen bieten vielfältigste Gesprächsgrundlagen.

Wichtig dabei ist, dass das Projekt ein zusätzliches Angebot an die Kinder ist, das sie freiwillig nutzen können. Ängstliche Kinder beteiligen sich meist nach kurzer Zeit ebenfalls. Sie haben die Chance, in der Kinderkrippe herauszufinden, ob sie Hunde mögen oder nicht und können so eventuell eigene Vorurteile und Bedenken überwinden. Dies gilt gleichermaßen auch für die pädagogischen Fachkräfte.


4. Motopädie /Psychomotorik
Die Motopädie beinhaltet die ganzheitliche Arbeit am Menschen. Der Motopäde, die
Motopädin arbeitet mit der Einheit von Körper, Bewegung, Psyche und Umwelt.
Die Motopädie beinhaltet das Konzept der Psychomotorik. Dieses Wort setzt sich
zusammen aus „Psycho“ ( = Geist) und „Motorik“ (= Bewegung).


Die Psychomotorik beinhaltet die Wechselbeziehung zwischen seelischen und
körperlichen Vorgängen. Dies meint Bewegungsabläufe wie zum Beispiel: Gehen,
Sprechen, Tasten usw.


4.1 Ziel der Motopädie ist die Verbesserung der:
• Körperwahrnehmung
• Körperhaltung
• Körperkoordination
• Raumorientierung
• muskulären Kraft und Ausdauer
• Eigen- und Fremdwahrnehmung
• und des Gleichgewichts



 

 

 

4.2 Erläuterungen


Motopädagogik” setzt sich aus den Begriffen “Motorik”(Bewegung) und Pädagogik
(Erziehung) zusammen und bedeutet so viel wie “Erziehung durch Bewegung”.
Die Kita KiBa verfügt über eine staatliche anerkannte Motopädin, mit spezieller
frühkindlicher Ausbildungsfachrichtung.
Durch dieses Hintergrundwissen ist es möglich evtl. Entwicklungsverzögerungen frühzeitig
zu erkennen und entsprechend innerhalb verschiedener Aktivitäten auszugleichen bzw.
spielerisch aufzuarbeiten.


Förderbereich Motopädie


Mototherapie fordert die Kinder dazu auf, den eigenen Körper zu erleben und die eigene
Persönlichkeit harmonisch zu entwickeln.
Mit selbsttätigem, kreativem Experimentieren und Erleben finden ganzheitliche Lern- und
Reifungsprozesse statt.
Die Motopädie Mototherapie ermöglicht es dem Menschen, angstfreier und flexibler auf
seine Umwelt reagieren zu können.
Dies wirkt auf die Kinder spielerisch entlastend und wird als bestätigend und wohltuend
empfunden. Die vertrauensvolle Beziehung, die sich durch diese gemeinsame Arbeit
entwickelt, geniessen die Kinder sehr.


Ganzheitliche Entwicklung


Auf die ganzheitliche Entwicklung von Kindern in den Bereichen Bewegung und
Wahrnehmung, Sozialverhalten, Gefühlsleben sowie geistige Entwicklung wird grosser
Wert gelegt. Mit Hilfe von fantasievoll gestalteten Tanz- und Bewegungsangeboten mit
Kindern soll deren ganzheitliche Entwicklung gefördert und deren Kreativität
angeregt werden.


Die Möglichkeit der Bewegung ist für Kinder ein elementarer Bestandteil der körperlichen
und psychischen Entwicklung. Durch Bewegung gelingt es ihnen, sich selbst und den
eigenen Körper wahrzunehmen, die Umwelt zu erschliessen und auf diese einzuwirken.
Kinder im Vorschulalter lernen in erster Linie durch Wahrnehmung und Bewegung: Sie
„begreifen“ und „erfassen“ aktiv ihre Umwelt.

 


Strukturen und Rituale


Kinder brauchen Sicherheit für ihr Wohlbefinden und ein unbeschwertes Lernen. Um
diesem Bedürfnis gerecht zu werden, ist der Tagesablauf durch wiederkehrende Abläufe
und Rituale strukturiert wie zum Beispiel Mahlzeiten zu fixen Zeiten oder gemeinsame
Aktivitäten in der Gruppe. Wir arbeiten zudem mit Bezugspersonen für das Kind und jede
Eingewöhnung wird sorgfältig und individuell gestaltet.


Rituale geben dem Kind Halt und Sicherheit.


• Begrüssungs- und Abschiedsrituale
• Individuelle Gruppenrituale
• Essensrituale
• Hygienerituale
• Schlafrituale


Weitere Rituale:


• Geburtstag
• Fasnacht
• Ostern
• Samichlaus und Adventszeit
• Abschied (Krippenaustritt)
• Jahreszeiten…


Morgenkreis


Die jüngeren Kinder nehmen von Anfang an am Morgenkreis teil. Wir bieten den Kindern
dabei Gemütlichkeit, Geborgenheit und Vertrautheit. Bei der Begrüssung, singen und
erzählen die Kinder. Die Kinder können je nach Tagesverfassung in die Rolle des Beobachters schlüpfen,
wenn sie nicht aktiv mitmachen möchten.


Frühstück, Mittagessen, Zviri

Während der Freispielphase bieten wir das Frühstück an (bis 9:00 Uhr). Hierbei wird Ihr Kind solange begleitet, bis es sicher genug ist, um mit den anderen Kindern alleine zu frühstücken.

Beim Mittagessen können die Kinder teilweise mithelfen und Wünsche äussern (11:30 Uhr). Zum Zviri gibt es immer Früchte oder Gemüse und einen Snack dazu (15:30 Uhr).

 

 

 

 

 
Kindgerechte Räumlichkeiten


Kinder brauchen sowohl Platz zum Spielen als auch ruhige Rückzugsorte. In der Kinderkrippen Kiba steht jeder Gruppe ein grosses, helles Gruppenzimmer plus ein eigener Ruheraum respektive Schlafzimmer zur Verfügung. Die Räume sind saison- und themenspezifisch dekoriert und eingerichtet zum Spielen, Malen, Musizieren usw. Zusätzlich gibt es Spielmöglichkeiten im Freien.


Die Räumlichkeiten sind auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst. Neben dem Gruppenraum gibt es auch einen Pflegeraum und einen zusätzlichen Nebenraum.

In den Räumen befindet sich eine Küche und einen angepassten Wickeltisch mit Pflegebereich.
Für abwechslungsreiche Spiel- und Bewegungs-möglichkeiten ist durch z.B. Pikler- Montessori Materialien gesorgt.

Es gibt Podeste, Schrägen, kindgerechte Tische und Hocker, Tunnel, Teppiche und Matten. Die Kinder haben die Möglichkeit sich sicher in den Räumen fein- und grobmotorisch zu bewegen.                      

Die Bereiche für die grösseren Kinder sind abgetrennt, damit es beim Spielen nicht zu Konflikten kommt. Im Ruheraum befinden sich Matratzen für die Kinder, mit entsprechendem Bettzeug, damit die Kinder sich ausruhen oder schlafen legen können.
Die Gruppe verfügt über einen eigenen Pflegeraum, in dem die Kinder ungestört gewickelt werden. Jedes Kind verfügt über eine eigene Schublade, in der die Pflegeprodukte aufbewahrt werden. Die räumliche Situation ist so gestaltet, das jedes Kind individuell von der Bezugserzieherin gepflegt werden kann.

Bei der Pflege wird auf die Kinder eingegangen und viel mit den Kindern über den Pflegevorgang, oder über das, was dem Kind wichtig ist, gesprochen. So ist das Kind über die Handlung informiert und es entsteht ein respektvoller Umgang. Es kommt zum Dialog, der sehr wichtig für die Sprachentwicklung ist.

Das Kind wird zum Mitmachen eingeladen und kann an der Pflege aktiv teilnehmen. Die Kinder werden immer auf Augenhöhe gepflegt.

 


Das Eingewöhnen


Bereits in den ersten Lebensmonaten entwickelt das Kind zu seinen Eltern eine enge Bindungsbeziehung.

Entsprechend wichtig ist die Rolle der Eltern bei der Eingewöhnung,
die in der Regel rund zwei Wochen dauert.

In der Kita Kiba orientieren wir uns am so genannten

«Berliner Eingewöhnungsmodell», das sich in der Praxis bestens bewährt hat und nach folgenden Phasen abläuft:

 

 


Die Grundphase


Die Grundphase dauert drei Tage. In dieser Zeit bleibt das Kind während cirka zwei Stunden mit einem Elternteil in der Krippe.

Dabei werden keine Trennungsversuche unternommen. Die Eltern sind für das Kind die sichere Basis bei seinen Erkundungen der neuen Umgebung.


Die Erzieherin nimmt eine beobachtende Haltung ein und reagiert positiv auf
Kontaktversuche des Kindes, das Tempo und die Art des Kontaktes bestimmt das Kind individuell.

Die erste Trennung


In der Regel wird am vierten Tag ein erster Trennungsversuch von maximal 30 Minuten
unternommen. Sobald sich das Kind einem Spielzeug, der Erzieherin oder anderen
Kindern zugewendet hat, geht der Elternteil zum Kind und verabschiedet sich kurz und
klar.


Es sind nun grundsätzlich zwei verschiedene Trennungsreaktionen zu beobachten:


• Das Kind protestiert und beginnt zu weinen. Wenn die Kinder in diesen
Situationen untröstlich sind, wird der Versuch abgebrochen und die Eltern
kehren in den Raum zurück.


• Das Kind zeigt nur eine geringe oder gar keine Reaktion. Falls es doch
protestiert und zu weinen beginnt, lässt es sich von der Erzieherin dauerhaft
beruhigen.


Wichtig ist für beide Szenarien, dass die Eltern sofort zur Stelle sein können, wenn es die
Situation erfordert.


Der weitere Verlauf

Am Ende des vierten Tages wird gemeinsam mit den Eltern der weitere Verlauf der
Eingewöhnung geplant. Der Zeitraum, in dem das Kind alleine in der Krippe bleibt,
verlängert sich von Tag zu Tag. Die Erfahrung zeigt, dass vertraute Gegenstände von
zuhause (Kuscheltier, Nuschi usw.) dem Kind während der Trennungsphase und beim
Einschlafen sehr hilfreich sein können.


Die Schlussphase


Die Eingewöhnung ist die Basis für ein vertrauensvolles und tragendes Betreuungsverhältnis zwischen Kind, Eltern und unserer Kinderkrippe.

Sie gilt als abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert und sich von ihr trösten lässt.


Baby Rhythmus


Für die Babys ist es wichtig, dass sie ihren gewohnten Essrhythmus beibehalten können.
Der Essensplan wird beim Eintritt und danach immer wieder mit den Eltern besprochen.
Bei den Babys ist es auch wichtig, dass ihnen die Gelegenheit gegeben wird, selbständig
(zum Teil auch mit den Händen) zu essen und somit ihre ersten Esserfahrungen zu machen.


Der Übergang vom Brei zur festen Nahrung geschieht individuell und in Absprache mit den
Eltern. Das Kind wird sanft an den Essrhythmus der Krippe gewöhnt.


Baby Bewegung


Die Krippe legt besonderen Wert darauf dem Baby vielseitige Bewegungs-

möglichkeiten zu ermöglichen.


Der Drang nach Bewegung ist bei jedem Kind verschieden.
Jedes Kind lebt seine Bedürfnisse nach Bewegung individuell aus.
Durch gezielte Beobachtungen nimmt die Erzieherin das Bedürfnis nach Bewegung wahr und bietet dem Kind den entsprechenden Raum zum Ausleben.
Zur Förderung der motorischen Entwicklung legt die Erzieherin das Baby häufig auf die Krabbeldecke.

 

 

 

Schlafen und Ruhen


Eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung des Kindes ist ausreichend
Schlaf.

Jedes Kind hat seinen eigenen Schlaf- und Tagesrhythmus.

Im Wechsel zur Aktivphase folgt eine Ruhephase.


· Die Erzieherin richtet den Schlafraum einladend und gemütlich ein.
· Die Erzieherin geht auf die individuelle Schlafgewohnheit des Babys ein.

 

 

 

 

 


Körperhygiene


Auf die Wahrung der Intimsphäre wird grossen Wert gelegt. Beim Baby wird die
Körperpflege von der Erzieherin übernommen. Eine regelmässige Körperhygiene wird durch die Erzieherin sichergestellt.


· Die Erzieherin nimmt sich viel Zeit für die Körperpflege und Hygiene des Kindes
· Die Erzieherin achtet auf eine ruhige Atmosphäre in geschützter Umgebung
· Die Erzieherin benennt beim Wickeln die Körperteile und beschreibt ihre
  Handlungen


Pflege


Gerade bei den pflegerischen Tätigkeiten ist ein Vertrauensverhältnis zur Bezugspersonbesonders wichtig. Um dies in ruhiger Atmosphäre durchführen zu können, ist es
unumgänglich, besonders beim Wickeln, genügend Zeit einzuplanen.

Durch den sensiblen Umgang spürt das Kind Geborgenheit und das Vertrauensverhältnis wird gestärkt.

Bei Bedarf werden die Kinder zur Toilette begleitet.

Teamarbeit
Unser Team nimmt regelmäßig an Fortbildungen, Fachtagungen und regionalen
Besprechungen teil. Diese Veranstaltungen nützen wir zur Reflexion und kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres pädagogischen Konzepts. Ebenso sind für uns Teamsitzungen zur Fortschreibung unserer Konzeption unerlässlich.


Selbstverständlich verfügt die Kita KiBa über eine gute Ausstattung an aktueller
Fachliteratur. Wir überprüfen und aktualisieren die schriftliche Konzeption regelmässig.
So können wir eine hohe Qualität unserer pädagogischer Arbeit sicherstellen.


Elternarbeit
Sie, liebe Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen ihres Kindes und daher unsere
wichtigsten Partner.
Gemeinsam wollen wir die Kitazeit ihres Kindes so schön wie möglich gestalten!
Deshalb werden wir uns bemühen Ihnen viele Informationen weiterzugeben, um unsere
Arbeit so transparent wie möglich zu machen.


Wir bieten Ihnen dazu:
• Elterngespräche
• Elternabende
• Kitapost,
• Feste
• Ausflüge etc.


Und wir wünschen uns von Ihnen:
Uns zu informieren und zu fragen, wenn Ihr Kind Probleme hat, krank oder traurig ist,
die Arbeiten Ihres Kindes zu würdigen, seine neue Erfahrungswelt zu
verstehen und Entwicklungsschritte zu begrüssen und als Ausgleich, ihm, nach dem
Aufenthalt bei uns, besondere Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken.


Kooperation und Vernetzung


Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen zählen heute zu den Kernaufgaben von
Kitas. Sie ermöglichen unergründliche Hilfestellungen bei der Entwicklung unserer Kinder.
Wir arbeiten mit verschiedenen Institutionen zusammen:

(hier sind einige wichtige genannt):
• Schule
• Kirche
• Gemeinde
• Fachdienste
• Kindergärten
• Obst- und Gartenbauverein
• Naturschutzbund
• Zahnarzt
• Hallenbad
• Handwerksbetriebe


Schlusswort


Lieber/in Leser/in!


Sie sind nun am Ende unserer Konzeption angelangt und können sich nun ein klein
wenig mehr vorstellen, wie vielfältig und wichtig die ersten Erfahrungen im Kleinkindalter
sind.
Unsere KitKiBa stellt jedoch nur einen kleinen Bestandteil im Leben ihres Kindes dar.

Wir sind deswegen auch nur familienergänzend, aber nie familienersetzend.
Die entscheidende Prägung erfährt Ihr Kind in seiner Familie und dies wollen wir so gut es geht unterstützen.
Wir freuen uns, dass wir Sie und vor allem Ihr Kind ein Stück des Weges begleiten können und hoffen, dass es für alle eine fröhliche und erlebnisreiche Zeit wird.

 

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